Tagesimpuls vom 18.04.2020

Hey hallo, hier ist Rukiye und der heutige Impuls stammt aus einer Stelle aus dem Johannesevangelium.

Im 19. Kapitel steht:
„Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“

Nachdem man Jesus an das Kreuz gehängt hatte, gab es nicht mehr viel, was er noch tun konnte. Er konnte nicht vom Kreuz herabsteigen. Er konnte seine Hände und Füße nicht uneingeschränkt bewegen. Sogar seine Kraft zu sprechen wurde schwächer und schwächer.

Aber ein paar Dinge gab es da noch zu regeln, bevor er starb. Als er vom Kreuz herunterblickte, sah er seine Mutter und weitere Frauen zusammen mit seinem Jünger Jünger Johannes am Kreuz stehen. Er konnte die Trauer in ihren Gesichern sehen. Und genau wie er Sohn Gottes war, war er auch Menschensohn – ein Mensch mit Gefühlen. Er hatte geliebte Menschen um die er sich sorgen musste. Wer sollte sich um seine Mutter Maria kümmern?

Josef war wahrscheinlich schon lange tot. Und es gab sicherlich andere Kinder in der Familie, Jesu Brüder und Schwestern. Aber die waren ihm wahrscheinlich nicht besonders wohlgesonnen. Sie waren nicht am Kreuz. Und Maria brauchte Trost. Ein „Das hab ich dir ja gleich gesagt!“ der Brüder und Schwestern, als Jesu Mission scheinbar vor einem Scherbenhaufen stand, wäre nicht hilfreich gewesen. Auch Maria selbst musste wahrscheinlich vielen Menschen, die Jesus nahe standen, Trost spenden.

Also sagte Jesus zu ihr „Frau siehe, dein Sohn.“ Und zu Johannes sagte er: „Siehe, deine Mutter“.

Jesus vertraute seine seine Mutter seinem Jünger an. Genauer: Er vertraute seine Mutter seiner Kirche an. Trotz aller Versagen, Fehler und sogar Sünden seiner Jünger übergab er seine Mutter in ihre Obhut. Jesu Liebe würde in ihrer Gemeinschaft weiterleben, wenn sie zusammen sprachen, beteten und lebten.

Und Johannes erfüllte das in ihn gesetzte Vertrauen: „Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“.

Welche Ehre es ist, dass Jesus der Kirche diejenigen anvertraute, die er so sehr liebte. Und er tut das auch bis zum heutigen Tag. Er vertraut uns die Armen, die Kranken, die Einsamen, die seelisch Verletzten und die Ungewollten an. Zu uns allen hat er gesagt: „Siehe deine Mutter, siehe dein Sohn, siehe deine Tochter, siehe deine Brüder und Schwestern.“ Er hat uns einander gegeben, damit wir uns um einander kümmern. Denn jeder von uns, der Jesus vertraut, ist sein geliebtes Kind, seine bedürftige Familie. Und er gibt uns einander.

Ich bete: Lieber Herr Jesus, danke, dass du uns Menschen anvertraust, die du lieb hast. Hilf uns sie so zu lieben, wie du uns liebst. Amen. 

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