Weinträubchen

Weinträubchen

Wenn an Dienstagvormittagen kleine Weinträubchen- Krabbelkinder ihre Hände zusammenpatschen und sie schwungvoll in der Luft nach links und nach rechts wiegen, dabei mit ihrem sonnigen Lächeln alle in ihren Bann ziehen, bedeutet das: „Lass uns endlich singen!“ Nämlich unser Weinträubchen-Lieblingslied:  „Das Fischlein in dem Wasser“. Mindestens zweimal muss es gesungen werden, versteht sich. Schon beim ersten Ton wird alles liegengelassen und die Kleinen sind ganz dabei, hören und sehen zu, manche bewegen die Händchen wie Fischlein, sanfte Rehschritte, zwitschernde Vögel und sich auftuende Blumenblüten: 

„Das Fischlein in dem Wasser, das Rehlein auf der Au, das Vöglein in den Bäumen, das Blümelein im Tau… sie alle liebt der Heiland sehr, doch uns Kinder noch viel mehr!“

Wie schön, wenn sie hier erfahren, wie sehr sie geliebt sind als Kinder Gottes. Beim Zusehen hüpft einem vor Freude das Herz.

Mamas und Papas finden hier in der Arche Zeit miteinander zum Austausch, um voneinander zu lernen, Kleidung der Kinder zu tauschen, einen Kaffee oder Tee einmal in aller Ruhe zu trinken, auch um ein Brötchen zu genießen. Jeder bringt einmal etwas mit. Von A wie Avocado bis Z wie Zwieback ist etwas zu essen dabei.

Wer sich aus der Gruppe verabschiedet, weil das Kindlein in die Kita kommt, wird mit einer von Hand gestrickten Puppe „Weinträubchen“, die uns in liebevoller Weise Dagmar Rossow von den „Strickflöhen“ jedes Mal mit originellem Outfit strickt, wehmütig verabschiedet. Doch wir wissen ja auch, wir sehen uns wieder, spätestens einmal im Monat am letzten Mittwoch, bei den Früchtchen um 16 Uhr bei Tee oder Kaffee zu einem schönen Miteinander und Spielen. Seid auch ihr herzlich eingeladen, mitzumachen! Seid dabei. Wenn Ihr Kinder bis 2,5 Jahren habt seid Ihr bei den Weinträubchen goldrichtig

Sonst kommt gern zu den 
Früchtchen-Treffen am 26.02., 25.03. 29.04., 27.05., 24.06.2020 um 16-18 Uhr in die Gnadenkirche. 

Vorstellung Weinberggemeinde

Ist Ihnen kürzlich in der Gemeinde jemand Neues aufgefallen? Vielleicht beim Sommerfest oder Frauenfrühstück? Das könnte ich gewesen sein. Mein Name ist Rukiye Proehl. Als Ihre Gemeindepädagogin werde ich ab August gemeinsam mit Ihnen auf dem Weg sein. In unserer Gemeinde werde ich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die Kindergottesdienste in den Kitas und der Krippe übernehmen, in den Seniorenkreisen mitwirken, Familiengottesdienste planen, Krippenspiele vorbereiten sowie einzelne Projekte gestalten. Dabei ist mir wichtig, nicht nur Freude an der Gemeinschaft zu vermitteln, sondern auch Wissen über das Evangelium. Ich möchte Ihnen eine Begleiterin sein, egal ob Sie schon gefunden haben, fragen oder suchen, ob Sie glauben oder zweifeln.

Ich bin gebürtige Berlinerin, bin hier zur Schule gegangen, habe mich mit der Rechtswissenschaft auseinandergesetzt, bevor ich an der Evangelischen Hochschule Berlin Gemeinde- und Religionspädagogin wurde. Ich liebe diesen Beruf, der für mich Berufung ist, weil er es mir ermöglicht, mit Menschen jeden Alters zusammen zu arbeiten. Gemeinschaft zu haben und zu feiern, gemeinsam über den Glauben an Gott und das Leben nachzusinnen, Geschichten zu erzählen, Fragen aufzuwerfen und sich auf Antwortsuche zu begeben: Das geht in jedem Alter und ist immer wie- der spannend und bereichernd.

Apropos Geschichten. Eine meiner liebsten Bibelgeschichten ist die von Jakob, wie er die Himmelsleiter in seinem Traum sieht und den Zuspruch Gottes erfährt:

„Und siehe, ich bin mit Dir!“

(1. Mos 28,15)

Diese Zusage Gottes an Jakob finde ich in Jesu Abschiedsworten an seine Jünger wieder und fühle mich angesprochen:

„Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende!“

(Mt 28, 20)

Diese Worte begleiten mich schon sehr lange Zeit, daher bin ich fröhlich. Mit Freude und Zuversicht komme ich in den Weinberg und hoffe, wir pflegen, pflücken und genießen die Trauben ge- meinsam.

In jedem Fall bin ich gespannt auf Sie und ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit! Danke für die bisherigen freundlichen Begrüßungen, liebe Weinbergkirchengemeinde!

Bis demnächst, Rukiye Proehl