Bibelgeschichten – Lukas 15,1-7 (Minecraft-Ausgabe)

Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören.  Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder an und ißt mit ihnen! Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sprach: Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, läßt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war! Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen!

Lukas 15,1-7

Tagesimpuls vom 18.04.2020

Hey hallo, hier ist Rukiye und der heutige Impuls stammt aus einer Stelle aus dem Johannesevangelium.

Im 19. Kapitel steht:
„Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“

Nachdem man Jesus an das Kreuz gehängt hatte, gab es nicht mehr viel, was er noch tun konnte. Er konnte nicht vom Kreuz herabsteigen. Er konnte seine Hände und Füße nicht uneingeschränkt bewegen. Sogar seine Kraft zu sprechen wurde schwächer und schwächer.

Aber ein paar Dinge gab es da noch zu regeln, bevor er starb. Als er vom Kreuz herunterblickte, sah er seine Mutter und weitere Frauen zusammen mit seinem Jünger Jünger Johannes am Kreuz stehen. Er konnte die Trauer in ihren Gesichern sehen. Und genau wie er Sohn Gottes war, war er auch Menschensohn – ein Mensch mit Gefühlen. Er hatte geliebte Menschen um die er sich sorgen musste. Wer sollte sich um seine Mutter Maria kümmern?

Josef war wahrscheinlich schon lange tot. Und es gab sicherlich andere Kinder in der Familie, Jesu Brüder und Schwestern. Aber die waren ihm wahrscheinlich nicht besonders wohlgesonnen. Sie waren nicht am Kreuz. Und Maria brauchte Trost. Ein „Das hab ich dir ja gleich gesagt!“ der Brüder und Schwestern, als Jesu Mission scheinbar vor einem Scherbenhaufen stand, wäre nicht hilfreich gewesen. Auch Maria selbst musste wahrscheinlich vielen Menschen, die Jesus nahe standen, Trost spenden.

Also sagte Jesus zu ihr „Frau siehe, dein Sohn.“ Und zu Johannes sagte er: „Siehe, deine Mutter“.

Jesus vertraute seine seine Mutter seinem Jünger an. Genauer: Er vertraute seine Mutter seiner Kirche an. Trotz aller Versagen, Fehler und sogar Sünden seiner Jünger übergab er seine Mutter in ihre Obhut. Jesu Liebe würde in ihrer Gemeinschaft weiterleben, wenn sie zusammen sprachen, beteten und lebten.

Und Johannes erfüllte das in ihn gesetzte Vertrauen: „Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“.

Welche Ehre es ist, dass Jesus der Kirche diejenigen anvertraute, die er so sehr liebte. Und er tut das auch bis zum heutigen Tag. Er vertraut uns die Armen, die Kranken, die Einsamen, die seelisch Verletzten und die Ungewollten an. Zu uns allen hat er gesagt: „Siehe deine Mutter, siehe dein Sohn, siehe deine Tochter, siehe deine Brüder und Schwestern.“ Er hat uns einander gegeben, damit wir uns um einander kümmern. Denn jeder von uns, der Jesus vertraut, ist sein geliebtes Kind, seine bedürftige Familie. Und er gibt uns einander.

Ich bete: Lieber Herr Jesus, danke, dass du uns Menschen anvertraust, die du lieb hast. Hilf uns sie so zu lieben, wie du uns liebst. Amen. 

Tagesimpuls vom 17.04.2020

Keine bleibende Stadt

Hey, hallo. Hier ist Rukiye. Heute wieder ein kurzer Impuls. Diesmal zu einer Stelle aus dem Hebräerbrief.

Im 13. Kapitel lesen wir:

„Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. So laßt uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen! Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Manche Menschen leben inmitten von Kriegen oder sind in Sorge um ihre Heimat, die Menschen und Gemeinschaften die sie haben. Wir sehen, dass böse Dinge geschehen, die wir uns nie hätten vorstellen können. Völker stellen sich gegen Völker. Nachbarn erheben sich über andere und man sieht sich im Konflikt mit Menschen, die sich eigentlich mögen. Die Grundfesten der Erde werden erschüttert. Wir werden erinnert, dass keine Nation ewig bestand hat.

Manchmal kommen die Sorgen näher an unser unmittelbares Umfeld. Im Arbeitsleben könnten wir unseren Job verlieren oder versetzt werden. Eine Krankheit könnte die eigenen Möglichkeiten verändern. Auch der Eintritt in den Ruhestand ist nicht immer leicht zu verkraften. Kein Arbeitsplatz bleibt einem für immer.

Oder schauen wir in unsere kirchlichen Gemeinschaften. Da gibt es Konflikte, die sich nicht lösen lassen und man geht neuer Wege. Gemeinschaften lösen sich auf. Beziehungen verändern sich. Auch Kirchengemeinden können kommen und können gehen.

Das Schwierigste sind die Veränderungen innerhalb unserer eigenen Familie. Wir verlieren Menschen die wir lieben, weil sie sterben, weil man sich scheiden lässt oder sich voneinander entfernt. Familienmitglieder ziehen aus. Kinder werden erwachsen und verlassen das Nest – eine gute Sache, aber dennoch emotional nicht immer leicht zu verkraften. Auch unsere Familien bleiben nicht für immer.

All diese Veränderungen. Woran können wir uns halten, wenn alles sich ständig ändert?

Gott sagt im Hebräerbief: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!“. An einer anderen Stelle im Buch Jesaja sagt er: „Bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem Ergrauen will ich euch tragen. Ich habe es getan, und ich will auch fernerhin euch heben, tragen und erretten.“

Jesus ist der Eine, an dem wir uns festhalten können. Er ändert sich nicht. Er ist immer noch der gleiche Erlöser, der sein Leben für uns am Kreuz niederlegte, der gleiche Herr, der sein Leben wieder aufnahm und danach am dritten Tag von den Toten auferstand.

Keiner unserer Verluste kommt für ihn überraschend.  Er wird uns durch sie alle tragen.

Ich bete: 

Gott der Ewigkeit, Herr der bleibenden Stadt Gottes, hilf mir, dir mit ganzem Herzen zu vertrauen. Hilf mir, in allem was ich brauche, auf dich zu schauen. Amen!

Tagesimpuls vom 16.04.2020

Sich auf Gottes Wort stützen

Hey, hallo. Hier ist eure Rukiye und heute geht es um Gedanken zu einer Stelle im Lukasevangelium. Im vierten Kapitel steht geschrieben:  „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt und 40 Tage vom Teufel versucht“

Und weiter heisst es:

 „Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!« Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang.“

Prüfungen. Niemand mag es, auf die Probe gestellt zu werden. Egal ob im Arbeitsleben, in der Schule oder in Beziehungen. Man weiss nur, dass man sich den Prüfungen stellen muss und das sie das Leben beeinflussen.Aber was, wenn man es nicht schafft. Es schwingt immer die Möglichkeit mit, dass man die Probe nicht besteht. Und dann die Folgen… lieber nicht daran denken!

Mose begegnete seiner ersten großen Prüfung als er sich zum Pharao aufmachte um für die Hebräer die Freiheit zu erbitten. Wie nervös muss er gewesen sein! Er hatte die Aufgabe zu einem feindlichen König zu gehen um ihm zu sagen, dass er Gottes Stimme gehört hatte. Dass er eine Nachricht von Gott hatte. Eine Nachricht, die der Pharao nicht hören wollte. Das macht keinen Spaß. Das könnte sogar gefährlich sein.  Wie bewahrt man sich da seinen Mut?

Moses stützte sich allein auf das Wort Gottes, dass er zuvor bei seinem Erlebnis mit dem brennenden Busch gehört hatte. Er versuchte nicht mit eigenen klugen Ideen den Pharao zu überzeugen – er blieb beim gehörten Wort Gottes und gab es weiter.
Und in der Bibelstelle, die ich gerade gelesen habe hören wir, dass es Jesus, der Sohn Gottes, während seiner 40-tägigen Versuchung in der Wüste genauso gehalten hat.

Denk mal einen Moment darüber nach. Da ist Gott höchstpersönlich, der vom Teufel versucht wird. Und jedes Mal, wenn er einer Versuchung widersteht, spricht er: „Es steht geschrieben“. Mit anderen Worten, „die Bibel sagt“.

Als Gott selbst hätte Jesus sicher auch auf andere Weise widerstehen können. Er hatte die Möglichkeit, den Teufel mit seiner grenzenlosen Weisheit in die Schranken zu weisen. Aber das tat er nicht. Stattdessen stützte er sich auf Gottes Wort, die heilige Schrift.

Warum? Jesus hat das für uns getan. Er will uns anleiten, uns Vorbild sein. Gott gibt uns mit der Bibel Zugang zu vollkommener Weisheit. Halten wir uns an sein Wort, handeln danach. Wer sich an Gottes Wort hält, ihm vertraut und nicht zurückweicht, kann auf einen guten Ausgang und gutes Ende hoffen. Wir können der Prüfung mit Gelassenheit begegnen.

Ich bete: Heiliger Geist, hilf mir der Bibel zu vertrauen und mich an ihr festzuhalten – lehre mich deine Stimme zu hören. Amen.